Eine Leserin der ersten Stunde hat letzte Woche ein Rezept auf Instagram angefragt. Sie schrieb, dass sie so gerne Nussecken für ihre Verwandtschaft backt, aber noch keine gesündere Variante gefunden hat und fragte, ob ich nicht etwas kreieren kann. Die Herausforderung habe ich mir nicht zweimal sagen lassen und sofort angefangen, zu recherchieren, was denn eigentlich in der „Original Nussecke“ an Zutaten enthalten ist. Mir war schon vorher klar, dass ich das komplette Rezept umschmeißen muss, dass das Feingebäck allerdings so viele ungesunde Zutaten enthält, war mir neu. Ich habe aber gute Nachrichten: Eine gesündere Variante herzustellen, ist nicht unmöglich gewesen.

nussecken mit zartbitterschokolade überzogen

Ich persönlich und auch meine Tester (aka The not-so-cleane Family) sind begeistert – wer nicht weiß, dass diese Nussecken aus rein Clean Eating geeigneten Zutaten bestehen, wird es auch nicht erahnen – zumindest nicht am Geschmack. Allerdings heißt die Tatsache, dass keine Zusatzstoffe enthalten sind, nicht, dass dieses Gebäck gesund ist. Nein, auch diese Nussecken sind Kalorienbomben. Aber wenn man schon nascht (und das ist ja auch völlig ok in Maßen), dann würde ich diese hier sicherlich den Nussecken vom Bäcker bevorzugen. 

Beim Backen habe ich mich dann doch ganz schön erschrocken, wie viel Honig und Koksöl ich auch für die gesünderen Ecken benötige. Aber fangen wir beim Teig an. Der hatte es nämlich in sich und musste insgesamt dreimal gebacken werden, weil er jedes Mal zu trocken war. Ich habe versucht, einen Mürbeteig nachzubacken, indem ich Buchweizenmehl (Teff würde auch funktionieren) , Kokosöl , Kokosblütenzucker (oder anderen Zucker) und Honig vermische. Ganz wichtig: Das Kokosöl muss unbedingt geschmolzen sein, bevor es in den Teig kommt. Dann presst ihr den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform und stellt sie für eine Stunde in den Kühlschrank.

nussecken mit Mandeln und Kokosöl

In der Zwischenzeit habe ich die Nüsse in einer Plastiktüte und mit Hilfe eines Trinkglas etwas zerkleinert und zusammen mit Kokosöl und Honig „frittiert“. Oh wow, ich hätte niemals gedacht, dass ich dieses Wort je auf meinem Blog benutzen würde. Na gut, dann drücke ich es mal so aus: Ich habe die Nüsse gebräunt… Nachdem die Masse leicht ausgekühlt war, habe ich sie auf den Teig gegeben. Halt, vor diesem Schritt kam ja noch die Aprikosenmarmelade (natürlich gesüßt), die in die typisch tradiotionellen Nussecken gehört, auf den Teig. Dann endlich die Nussmischung, die leicht angedrückt wurde. Zu guter letzt wurde alles für 20 Minuten gebacken und nach dem Auskühlen mit Zartbitterschokolade bestrichen. 

nussecken Gebäck auf gesund und Clean eating

Nun hat die liebe Isabel ein Nussecken-Rezept, das hoffentlich für die komplette Verwandtschaft geeignet ist. Meine Cousinen, Tanten und die Oma waren wie gesagt begeistert. 

Übrigens: Buchweizenmehl findet ihr unter anderem bei DM (Alnatura) und Bio-Vanillepulver gibt es in jeder gut sortierten Backabteilung oder auch bei DM.

Habt ihr auch Rezepte, die ich in „gesünder“ für euch kreieren und posten soll? Dann lasst es mich in einem Kommentar wissen! 

Nussecken
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Zutaten
Teig
  1. 60 g Kokosblütenzucker (oder anderer Zucker)
  2. 2 EL Honig
  3. 290 g Buchweizenmehl (oder Teff)
  4. 1 1/2 TL Backpulver
  5. 2 TL Vanillepulver (Bio)
  6. 80 ml Kokosöl, geschmolzen
Topping
  1. 100 g Haselnüsse
  2. 100 g Mandeln
  3. 4 EL Kokosöl
  4. 5 EL Honig
  5. 1 EL Vanillepulver (Bio)
  6. 4 EL Aprikosenmarmelade (zuckerfrei)
  7. 100g Zartbitterschokolade (mind. 75%)
Zubereitung
Für den Teig
  1. Alle Zutaten mit einem Handmixer verrühren, bis ein Teig entsteht. Diesen Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Auflaufform drücken und für 60 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Für das Topping
  1. Das Kokosöl und den Honig in einer Pfanne schmelzen lassen. Die vorher klein gehackten Nüsse Vanillepulver hinzugeben und aufkochen lassen. Kurz köcheln lassen (ca. 3-5 Minuten). Den Ofen auf 190 Grad Umluft vorheizen. Die Nussmischung kurz abkühlen lassen. Die Marmelade auf den Teig streichen. Nun die Nussmischung (samt Flüssigkeit) darüber geben und leicht andrücken. Ca. 20 Minuten backen und auskühlen lassen. In Stücke schneiden. Die Schokolade im heißen Wasserbad schmelzen und die nussecken mit einem Löffel damit dekorieren.
Notiz
  1. Im Kühlschrank aufbewahren.
Julie Feels Good https://www.juliefeelsgood.de/