Die kleinen Dinge im Alltag, die mir guttun

Ich glaube, wenn mich jemand fragen würde, was ich für einen gesunden Lebensstil mache, könnte ich eine ganze Menge aufzählen. Ich mache meine Pilates- und Sculpt Workouts, achte beim Essen darauf, dass ich meinen Körper gut versorge, gehe gerne spazieren und versuche, auch im Alltag ein bisschen auf mich zu achten.

Aber wenn ich ehrlich bin, denke ich über viele dieser Dinge gar nicht ständig nach.

Sie gehören einfach zu meinem Alltag. Und genau das finde ich eigentlich ganz schön.

Denn mein Alltag besteht natürlich nicht nur aus gesunder Ernährung, Bewegung und ein bisschen Wellness. Da sind die Kinder, die Familie, meine Arbeit, Termine und ungefähr tausend Kleinigkeiten, die zwischendurch noch erledigt werden müssen.

Es gibt Tage, an denen läuft alles ganz gut. Und dann gibt es Tage, an denen ich gefühlt nur von einer Sache zur nächsten renne und abends auf dem Sofa sitze und mich frage, wo der Tag eigentlich geblieben ist.

Ich glaube, gerade deshalb sind es oft die kleinen Dinge, die mir guttun. Nicht, weil ich sie besonders diszipliniert in meinen Tagesplan eingebaut habe, sondern weil sie sich irgendwann ganz selbstverständlich ergeben haben.

Mein Workout muss in meinen Alltag passen

Ich mache zuhause besonders gerne Pilates- und Sculpt Workouts. Am liebsten mit Gewichten, je nachdem, welches Training ich gerade mache, mal leichter und mal etwas kräftiger.

Und ich mag es, dass ich dafür nicht erst irgendwo hinfahren muss. Ich kann mir zuhause meine Matte ausrollen, die Gewichte holen und loslegen.

Meistens trainiere ich zwischen 20 und 30 Minuten. Das ist für mich eine gute Länge, weil ich dafür nicht den halben Tag umplanen muss.

Natürlich gibt es auch bei mir Tage, an denen es zeitlich nicht so passt. Gerade wenn mit den Kindern etwas anders läuft als geplant oder beruflich viel los ist, klappt nicht immer alles so, wie ich es mir morgens vorgestellt habe.

Aber ich habe für mich gemerkt, dass ich viel lieber ein Workout mache, das ich gut in meinen Alltag bekomme, als mir einen perfekten Trainingsplan zu überlegen, der am Ende sowieso nicht funktioniert.

Und nach dem Training fühle ich mich meistens einfach gut. Ich habe etwas für mich gemacht, meinen Körper bewegt und kann danach wieder an meine anderen Aufgaben gehen.

Für mich muss Bewegung gar nicht immer ein riesiges Thema sein. Ich möchte mich fit und stark fühlen und meine Muskeln auch mit zunehmendem Alter fordern. Aber ich möchte dafür nicht mein ganzes Leben umstellen müssen.

Was bei mir im Kühlschrank steht

Beim Essen ist es ganz ähnlich.

Ich probiere gerne neue Rezepte aus und liebe gutes Essen. Gleichzeitig habe ich im Alltag überhaupt keine Lust, jeden Tag aufs Neue stundenlang zu überlegen, was ich kochen könnte.

Deshalb gibt es bei mir ein paar Dinge, die ich eigentlich immer gerne zuhause habe. Skyr oder griechischen Joghurt, Eier, Hüttenkäse, Gemüse, Kartoffeln, Nudeln und verschiedene andere Basics, aus denen sich schnell etwas machen lässt.

Gerade beim Frühstück oder Mittagessen finde ich das praktisch. Wenn ich zwischen Arbeit und den anderen Dingen, die so anstehen, Hunger bekomme, möchte ich nicht erst lange überlegen müssen.

Und auch beim Abendessen darf es unkompliziert sein. Ich koche gerne, aber ich möchte nicht jeden Abend ein neues Rezept ausprobieren oder etwas besonders Aufwendiges auf den Tisch bringen.

Manchmal habe ich Lust, etwas Neues zu machen. Manchmal gibt es einfach eines unserer Lieblingsgerichte.

Ich finde, genau diese Mischung macht es für mich aus. Ich möchte mich gesund und ausgewogen ernähren, aber Essen soll mir auch Spaß machen. Und wenn es an einem stressigen Tag eben schnell gehen muss, dann ist das so.

Ich glaube, früher habe ich mir bei solchen Dingen viel mehr Gedanken gemacht. Heute finde ich es viel hilfreicher, ein paar gute Basics zuhause zu haben und daraus etwas Leckeres zu machen, als ständig nach der perfekten Lösung zu suchen.

Die kleine Runde nach dem Kinderabgeben

Ein Moment, den ich wirklich gerne mag, ist morgens, wenn ich die Kinder weggebracht habe und danach noch ein bisschen Zeit für mich habe.

Wenn es in den Tag passt, gehe ich dann gerne noch eine kleine Runde spazieren. Manchmal nehme ich mir einen Kaffee mit, manchmal höre ich einen Podcast oder Musik. Und manchmal gehe ich einfach los.

Ich finde es schön, nach dem morgendlichen Trubel kurz draußen zu sein, bevor ich mich wieder an die Arbeit setze.

Denn natürlich ist auch bei mir morgens nicht immer alles entspannt. Es muss fertig gemacht, an alles Mögliche gedacht und hier und da noch schnell etwas gesucht werden. Ihr kennt das wahrscheinlich.

Umso schöner ist es, danach einmal kurz durchzuatmen.

Und nein, ich mache dabei nicht immer eine riesige Walking-Runde und schaue auch nicht ständig auf meine Schritte. Manchmal sind es einfach zehn oder fünfzehn Minuten.

Danach setze ich mich zuhause an meinen Schreibtisch und starte in den Arbeitstag.

Das ist keine große Wellnessroutine und auch nichts, was ich besonders planen muss. Es ist einfach ein kleiner Moment, den ich gerne in meinem Alltag habe.

Und wenn es morgens nicht klappt, dann eben an einem anderen Tag.

Wenn aus „Ich mache nur noch schnell …“ plötzlich eine Stunde wird

Eine Sache, die bei mir abends allerdings nicht immer so gut funktioniert, ist das Abschalten.

Die Kinder sind im Bett, ich komme endlich ein bisschen zur Ruhe und denke, dass ich jetzt Feierabend habe.

Dann fällt mir noch etwas ein, das ich erledigen wollte. Vielleicht räume ich noch schnell etwas weg oder schaue nach, was am nächsten Tag ansteht. Und wenn ich mich dann endlich aufs Sofa setze, nehme ich natürlich erst einmal mein Handy in die Hand.

Nur kurz. Und plötzlich bin ich doch wieder länger auf Instagram unterwegs, als ich eigentlich wollte.

Dabei merke ich selbst, dass mir das nicht immer besonders guttut. Manchmal bin ich danach eher noch voller Gedanken, statt wirklich zur Ruhe gekommen zu sein.

Was ich abends eigentlich viel lieber mache? Eine Serie schauen, ein bisschen lesen oder einfach mit meinem Mann zusammensitzen und reden.

Das klappt natürlich auch nicht jeden Abend so, wie ich es mir vorstelle. Und manchmal möchte ich einfach nur auf dem Sofa liegen und durch mein Handy scrollen. Das gehört genauso dazu.

Aber ich versuche inzwischen, mir immer mal wieder bewusst zu machen, dass ich nach einem langen Tag nicht noch mehr Input brauche.

Manchmal tut es einfach gut, den Tag langsam ausklingen zu lassen.

Ich mag schöne Dinge, die nicht unbedingt etwas leisten müssen

Ich interessiere mich nicht nur für Ernährung und Workouts. Ich mag auch die ganzen anderen Dinge, die den Alltag ein bisschen schöner machen.

Schöne Pflegeprodukte zum Beispiel. Eine gute Gesichtscreme, meine Skincare am Abend oder eine Dusche, bei der ich nicht schon im Kopf die nächsten drei Dinge plane.

Ich lese gerne, schaue Serien und freue mich über Zeit mit Freundinnen. Und manchmal tut es mir einfach gut, einen Kaffee in Ruhe zu trinken, ohne gleichzeitig E-Mails zu beantworten oder die nächste Aufgabe zu erledigen.

Das sind eigentlich keine besonderen Dinge. Und genau das mag ich daran.

Ich muss dafür keinen Wellnesstag buchen, ein ganzes Wochenende freinehmen oder mir eine neue Routine zusammenstellen.

Natürlich wäre es schön, manchmal mehr Zeit für solche Dinge zu haben. Aber ich habe auch gemerkt, dass ich nicht immer auf den perfekten Moment warten möchte.

Wenn ich Lust habe zu lesen, lese ich eben ein paar Seiten. Wenn ich mich bewegen möchte, mache ich ein kurzes Workout. Und wenn ich merke, dass ich gerade eine Pause brauche, versuche ich, mir diese auch zu nehmen.

Nicht immer klappt das. Aber es muss ja auch nicht alles perfekt laufen.

Gesund leben soll sich nicht wie ein zusätzlicher Job anfühlen

Ich beschäftige mich beruflich viel mit gesunder Ernährung, Bewegung und einem gesunden Lebensstil. Und natürlich sind mir diese Themen auch persönlich wichtig.

Aber ich möchte nicht, dass sich mein ganzes Leben nur darum dreht.

Ich möchte leckeres Essen genießen, meine Workouts machen und mich fit fühlen. Gleichzeitig möchte ich Zeit mit meiner Familie verbringen, mit Freundinnen Kaffee trinken, schöne Bücher lesen, Serien schauen und auch mal einen Abend haben, an dem ich überhaupt nichts auf die Reihe bekommen muss.

Denn sind wir mal ehrlich: Gerade wenn man Kinder hat, arbeitet und den ganz normalen Familienalltag organisiert, gibt es ohnehin schon genug Dinge, an die man denken muss.

Da brauche ich nicht auch noch den Druck, jeden Tag perfekt gesund leben zu müssen.

Für mich funktioniert es viel besser, wenn die Dinge, die mir guttun, ganz normal dazugehören. Wenn ich nicht jedes Workout neu verhandeln muss. Wenn ich ein paar einfache Rezepte kenne, die immer funktionieren. Wenn ich weiß, dass mir ein Spaziergang guttut oder dass ich abends eigentlich lieber ein Buch lesen würde, statt noch länger am Handy zu hängen.

Und wenn es an manchen Tagen nicht klappt, geht die Welt auch nicht unter.

Ich muss nicht jeden Tag alles machen. Ich muss nicht ständig etwas verbessern. Und ich muss aus den Dingen, die mir guttun, auch nicht gleich ein neues Projekt machen.

Ich möchte einfach einen Alltag haben, in dem ich mich wohlfühle. Mit gesundem Essen, Bewegung und kleinen Wellness-Momenten. Aber genauso mit Familie, Freunden, gutem Kaffee, schönen Büchern und ganz normalen Tagen, an denen nicht alles nach Plan läuft.

Und vielleicht ist genau das für mich ein gesunder Lebensstil: nicht ständig darüber nachzudenken, wie ich noch gesünder leben könnte, sondern einen Alltag zu gestalten, in dem die Dinge, die mir guttun, ganz selbstverständlich ihren Platz haben.

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