Da ich in letzter Zeit häufig danach gefragt wurde, etwas über meine Blogarbeit zu erzählen, habe ich heute eine Spezial Coffee Talk Edition darüber. Hier habe ich eure Fragen rund ums Thema Bloggen beantwortet. Viel Spaß beim Lesen. 
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Wie bist du zum Bloggen und auf das Thema gekommen?

Als ich vor Jahren das Clean Eating und den Sport für mich entdeckt habe und die Erfolge damit sich an meinem Körper zeigten, war ich natürlich Feuer und Flamme und wie das so ist, wenn man von etwas begeistert und überzeugt ist, habe ich alle Menschen in meinem Umfeld damit genervt (sorry nochmal an meine Kolleginnen von damals…) Alle (Frauen) in meinem Umfeld wollten natürlich mein Geheimnis wissen und meine Rezepte bekommen. Anfangs habe ich eine private Facebook Gruppe gegründet und dort meine Rezepte geteilt, aber es wurden immer mehr Freunde von Freunden und so weiter, die mitmachen wollten. Mein Mann war derjenige, der mich ermutigte, einen Blog für die Öffentlichkeit zu starten und das war dann der Anfang. 

Wie findest Du Deine Themen?

Entweder durch euch, eure Anfragen und Ideen, durch Inspiration von Pinterest, Rezeptwünsche meines Mannes (der hat manchmal echt gute Ideen) oder einfach das, was mich gerade selbst beschäftigt.

Wie entwickelst Du Rezepte? 

Entweder sind es Resteverwertungs-Ideen, die dann zu einem super leckerem Rezept werden. Oder ich bekomme einen Auftrag eines Kunden (so zum Beispiel auch in 2019 in einem bekannten Magazin) und versuche dann mit den gewünschten Zutaten Etwas zu kreieren. Hier gibt es natürlich immer mal wieder Versuche, die in die Hose gehen, wegwerfen musste ich bisher aber erst zweimal etwas, weil es ungenießbar war. Oft schaue ich mir auch Original Rezepte an (zum Beispiel für die Lebkuchen Plätzchen) und wandele sie dann in gesündere Varianten um. 

Wie viele Stunden verbringst du täglich mit Instagram und der Blogarbeit?

Seit Olivia nun vormittags in die Krippe geht, versuche ich die Zeit zu nutzen, um am Blog zu arbeiten. Viele Menschen können sich leider nicht vorstellen, wie viel Arbeit so etwas ist. Ich würde sagen, dass ich. nicht so viel Zeit auf Instagram verbringe. Ich versuche natürlich, auch dort immer up to date für euch zu sein und euch mitzunehmen, aber es fällt mir oft schwer. Meine Leidenschaft ist der Blog, doch leider geht es ja nicht mehr ohne Instagram. Schade finde ich, dass so viele Menschen mittlerweile Instagram einem Blog bevorzugen. Wie denkt ihr eigentlich darüber? Insgesamt würde ich schätzen, dass ich täglich 4-6 Stunden am Blog und Instagram arbeite. 

Mich interessiert alles! Wie organisierst du dich, wie schaffst du das alles?

Das frage ich mich auch manchmal 🙂 Ich bin da eher der chaotische Typ. Auf der anderen Seite der totale Listen-Fanatiker. Also: Ich habe 100 Listen im ganzen Haus, auf denen meine to Dos stehen und damit klappt das ab-Arbeiten ganz gut. Ansonsten kommt gerade erst jetzt etwas Ordnung und Struktur in den Arbeitsalltag, seit Olivia in der Krippe ist. Ich bringe sie morgens hin, fahre direkt nach Hause und an meinen Schreibtisch oder in die Küche. Mittlerweile habe ich bestimmte Tage für bestimmte Aufgaben. Zum Beispiel schreibe ich montags Posts, koche und teste neue Rezepte am Dienstag, mache meine Buchhaltung am Mittwoch, andere Projekte am Donnerstag und freitags putze ich 🙂 Sport, E-Mails, Instagram und Co läuft zwischendrin. Mittags hole ich Olivia ab und nach ihrem Mittagsschlaf ist dann auch wirklich nur Zeit für uns. Ohne Arbeit. Manchmal arbeite ich abends noch weiter, oft bin ich dann aber auch einfach müde und möchte aufs Sofa. 

Mit welcher Kamera arbeitest Du?

Ich besitze die Sony alpha 6000 mit diesem Objektiv. Für Instagram fotografiere ich oft mit meinem iPhone. 

Wie/wo hast Du fotografieren gelernt?

Ich habe es mir selbst beigebracht. Google, Testen und Probieren und Übung. Mittlerweile fotografiere ich ja auch schon seit einigen Jahren und da kommt das dann irgendwann, wobei ich ja auch wirklich kein Profi bin. Außerdem helfen Fotobearbeitungsprogrammen wie Lightroom auch sehr bei der richtigen Qualität (Helligkeit, Schärfe, etc.)

Welche Technik und Tools nutzt du zum Bloggen? 

Mein Blog läuft über WordPress.org und ist bei HostEurope gehostet. Außerdem nutze ich Photoshop und Lightroom, um Fotos zu bearbeiten. Meine Kamera ist die Sony alpha 6000 mit diesem Objektiv und manchmal benutze ich das iPhone. Ansonsten war es dann auch schon 🙂

Wie bekommst du so tolle Bilder hin?

Übung macht den Meister. Die Fotos vom Essen mache ich selbst, die Fotos von mir mein Mann, der Arme. Er hat eigentlich so gar kein Auge dafür, gibt sich aber unglaublich viel Mühe und hat so unendlich viel Geduld mit mir. Und dann gibt es ja noch die Foto-Bearbeitungsprogrammen, mit denen ich die Bilder heller oder schärfer machen kann. 

Deine Tipps zum erfolgreichen Bloggen?

Leidenschaft, Authentizität, Geduld und Ideen. 

Hast du Tipps für Beginner, die gerade erst ihren Blog gestartet und sich eine Community aufbauen möchten?

Sie oben – das sind für mich die Grundvoraussetzungen. Alles dauert seine Zeit und man darf nicht aufgeben. Am Anfang ist es natürlich enttäuschend, wenn man stundenlang einen tollen Post geschrieben hat und nur wenige Menschen ihn lesen. Aber solange ihr Spaß an der Sache habt, es so macht wie ihr es meint und ehrlich seid, werden sich nach einer Weile mehr und mehr Menschen für euch und euren Blog begeistern können.

Wie lange bist du noch in Elternzeit? Was machst du danach? Was arbeitest du aktuell? 

Seit ein paar Wochen bin ich nun nicht mehr in Elternzeit und habe ich mit dem Bloggen (und vielen Dingen drum herum) selbstständig gemacht. 

Verdienst du mit dem Bloggen Geld?

Ja, man kann vom Bloggen leben. Hier ist es wie mit Vielem: Mehr investierte Zeit, mehr Verdienst. Für mich ist das zur Zeit mein „Halbtags Job“, obwohl man als Blogger bzw. mit einem eigenen Business ja irgendwie nie Feierabend hat. 
Ich hoffe, euch hiermit einen kleinen Einblick geben zu können und bin gespannt, was ihr sagt!