Auf Instagram habt ihr es sicherlich mitbekommen: Ich habe in den letzten zwei Wochen auf Zucker verzichtet. Jetzt würde man sicher denken: „Wieso? Sie isst doch gesund und nach Clean Eating, da isst sie doch sowieso keinen Zucker.“ Stimmt. Aber auch ich bin nicht perfekt und habe mal Phasen, in denen ich nicht so konsequent bin.
Zucker detox zuckerfrei kein Zucker
Auch wenn das Clean Eating seit Jahren zu meinem Leben dazu gehört und ich auch nicht mehr darüber nachdenke, was ich esse, weil es so normal für mich und unseren Alltag geworden ist – auch ich habe Zeiten, in denen es einfach gut tut, Schokolade und Co. in größeren Mengen zu vernaschen oder einfach doch mal mehr essen zu gehen oder Komfort Food zu genießen.
So war es in diesem Jahr in den USA. Und vielleicht auch schon ein, zwei Woche davor… Das heißt nicht, dass ich komplett umgepolt war, nein, ich habe relativ clean gegessen, aber trotzdem viel zu viel Süßes (vor allem Schokolade, meine Schwäche) gegessen. 
Ich weiß, wie ungesund das ist. Für den Körper, die Haut und das Wohlbefinden. Aber irgendwie bin ich nicht davon los gekommen. Kein Wunder, Zucker ist ja im Prinzip auch eine Droge, von der man einen Entzug machen muss, um sie loszuwerden. Und als wir dann wieder in Deutschland waren, habe ich es getan: Eine kleine Sugar Detox. Wie es mir dabei ging und was ich gemacht habe, lest ihr heute hier. 
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Tag 1 & 2:
Die ersten beiden Tage waren nicht sehr schwer. Ich war so richtig motiviert. Ich habe natürlich an Süßes gedacht, aber es war auch nicht kompliziert, zu widerstehen, weil der Wille so groß war.
Tag 3-7:
Die nächsten Tage waren nicht leicht. Ehrlich gesagt: So richtig hart. Ich habe ständig Kopfschmerzen gehabt, war müde und habe keine Energie gespürt. Außerdem ist mir natürlich überall Zucker über den Weg gelaufen: Die Eisdielen, Schokoriegel, die mich fast aus dem Supermarkt Regal angesprungen hätten und so weiter … wie das so ist: Wenn man etwas nicht „darf“, möchte man es erst recht…
Tag 7 upps:
Wir waren essen. Ich wollte nicht der Spielverderber sein und habe gedacht, dass ich locker der Pizza und Co. beim Italiener widerstehen kann. Ich habe dann am Ende einen Salat mit Essig und Öl gegessen und einmal bei Olivia genascht. Ja, ich habe ein schlechtes Gewissen gehabt, denn ich war ja mitten in einer Challenge, aber ich hätte mich mehr über eine ganze Pizza geärgert. 
Tag 8:
Irgendwie läuft es jetzt richtig gut. Die Kopfschmerzen sind weg und ich habe viel Energie. Ich bin hochmotiviert und hänge noch eine Woche dran – eigentlich wollte ich nur sieben Tage detoxen. 
Tag 9 – 11:
Der Alltag ohne Zucker klappt. Einkaufen ohne Schokoriegel mitzunehmen, zu Hause einen Tee oder Kaffee zum Nachtisch und selbst, wenn mein Mann seine Chips auf dem Sofa isst, stört es mich überhaupt nicht. Ich habe gar keine Lust drauf. 
Tag 12-14: fast geschafft!
Unser Besuch für ein paar Tage ist da und ich hätte gedacht, dass es mir schwerer fallen würde, auf Zuckriges zu verzichten. Wenn wir Besuch haben, gibt es nämlich Brötchen, Aufschnitt und Co, Abends mal ein Eis und Restaurantbesuche. Das mache ich auch gerne mit, aber nun ging das ja nicht. Aber unglaublich: Ich habe am selben Tisch gesessen und kein Verlangen nach Eis gehabt. Es hat mich überhaupt nicht interessiert. Ich war so stolz. 
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Geschafft!
Ich wollte Tag 15 so richtig feiern und mir ein Eis gönnen. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Ich habe stattdessen lieber eine Quarkschale mit Apfel und Goji Beeren gegessen und es genossen. Unglaublich. Sicher werde ich ab und zu etwas Süßes essen und es auch mögen, aber generell ist dieses Verlangen einfach weg. Und das war ja mein Ziel. 
Nun teile ich aber gerne ein paar Tipps mit euch, die ich in dieser Zeit gelernt habe:

Ersatz:

Ich habe oft nach einer Hauptmahlzeit Verlangen nach Schokolade. Hier habe ich einfach einen Tee getrunken und mir ging es gleich viel besser. Nach ein paar Tagen war das Verlangen komplett weg.

Milchprodukte:

Wer es ganz streng sieht, sollte in dieser Challenge Zeit auf Milchprodukte verzichten. Ich habe sie nicht weg gelassen, aber reduziert. 

Obst:

Etwas Obst ist erlaubt. Ich habe zwei Stücke Obst (keine Banane) pro Tag gegessen. Obst enthält Fruchtzucker – der fällt auch unter Zucker allgemein. 

Grundregeln:

1-2 Wochen (oder länger) keinen Zucker zu sich nehmen. Das bedeutet: Keinen Industriezucker, aber auch keinen Honig oder andere Süßungmittel. Nicht zu viel Obst, keine Bananen. Vollkornprodukte essen. Milchprodukte reduzieren oder weglassen. Sich auch Kopfschmerzen und Energiemangel für ein paar Tage einstellen (es ist ein Entzug). Einfach versuchen und ganz viel Gemüse essen. Gesunde Fette so viele ihr mögt und auch Eiweiß ist wichtig. Ihr werdet sehen: Es ist nicht schwer. Nach ein paar roughen Tagen geht es Bergauf und es ist es so was von wert!
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Was ich gelernt habe

Seit die Challenge vorbei ist merke ich, wie gut es mir geht. Wie viel Energie ich wieder habe und dass die gesunde Ernährung Spaß macht. 
Ja, und auch an meinem Körper kann ich es schon in so kurzer Zeit sehen. Sport ist natürlich auch wichtig und er macht jetzt wieder viel mehr Spaß, da ich mehr Energie habe, aber es stimmt: Zu 80% macht die Ernährung den Körper aus. In diesen zwei Wochen hat sich Einiges getan…
Ich habe diese Challenge gemacht, weil ich wieder komplett gesund leben wollte. Aber während dieser Zeit habe ich gemerkt, dass mich der Wille und das Durchziehen der „No Sugar Challenge“ viel stolzer machen. Das ich es schaffen kann und geschafft habe. Ein tolles Gefühl, so stolz auf sich selbst zu sein. 
Auch meine Haut hat sich verbessert. In den USA habe ich ja sehr viel Süßes gegessen und meine Haut war nicht so, wie ich sie kenne. Innerhalb von zwei Wochen hat sich so viel gebessert.
Wer hat schon probiert, ohne Zucker auszukommen? Wie habt ihr euch gefühlt? Wie lange habt ihr es durchgezogen? Erzählt mal.