Was ich 2026 in meinem Alltag als Fit Foodie weiterhin mache und was neu dazu gekommen ist.

Die Wellness Industrie und die sozialen Medien machen es einem nicht leicht, oder? Ich zumindest habe mich im letzten Jahr total überfordert gefühlt. Hier ein neuer Trend, dort ein neuer Ansatz. Neue Regeln, neue Must Try Routinen, neue Fitnesstrends, neue Superfoods. Irgendwann wird einfach alles zu viel. Zu laut und zu chaotisch. Was soll man noch alles machen, um sich wohl zu fühlen, seinen Körper innen und außen zu pflegen, um seine Gesundheit zu behalten, einen Glow zu bekommen und um sein Nervensystem zu regulieren?

Nachdem ich irgendwann im Dezember die halbe Nacht wach lag, weil mir so viele Dinge, die ich im Wellness Bereich ausprobieren wollte, weil alle anderen (die ich noch nicht einmal persönlich kannte) in den sozialen Medien davon sprachen, nicht mehr aus dem Kopf gingen und ich danach total blockiert habe und meine komplette eigene Routine angezweifelt habe, habe ich beschlossen, nicht mehr nach links und rechts zu schauen.

Und das war genau richtig. Klar informiere ich mich weiterhin, was neu erkannt wurde, was die Studien sagen und was die Trends sind. Aber ich glaube nicht mehr alles. Ich schaue mir immer erst an, ob ich das für mich und meinen Alltag und meine Bedürfnisse auch wirklich brauche. Ich stelle mir die Fragen: In wieweit hilft mir diese Routine? Wie kann ich sie einbauen, ohne dass sie mir noch mehr Zeit raubt? Wie kann ich davon profitieren? Und ich komme immer wieder zu der Erkenntnis: nicht alles, was andere machen ist auch für mich gut.

Heute möchte ich euch meine bestehenden Wellness und Fit Foodie Routinen und Gewohnheiten zeigen, die für mich persönlich funktionieren und auch die, die ich neu entdeckt habe und nun liebe. Wie gesagt: Es dient als Anregung, es muss nicht für euch passend sein. Aber es kann natürlich. Und vielleicht kann ich euch so etwas „Noise“ von all den Must Try Reels nehmen, die ihr täglich seht und die euch verwirren.

Protein am Morgen (und bei jeder Mahlzeit)

Protein ist so unglaublich wichtig in unserer Ernährung (und gerade für alle über 40 – die Muskeln fangen schon an, sich abzubauen). Protein hilft dabei, Muskeln zu erhalten und aufzubauen. Gerade am Morgen ist die Proteinaufnahme ein Game Changer. Sie hilft dabei, den Blutzuckerspiegel zu regulieren, gibt ein Sättigungsgefühl und setzt das Zeichen für den Tag – gesund und proteinreich zu essen. Ich gebe entweder Proteinpulver (20-30g) in meinen Kaffee (jaa, das klappt wunderbar – ich mixe das Pulver mit meiner Milch im Standmixer und gebe die Milch in den Kaffee), rühre es in mein Oatmeal oder versuche, einen Chia Pudding mit weiteren Proteinquellen zu essen. Am Tag verteilt gibt es Nüsse, Chia Pudding und Tofu, Linsen, Bohnen, einen Post Workout Proteinshake und andere kleine Dinge, die meinen Proteinbedarf decken. Ich messe nichts, ich habe ein Gefühl dafür.

Elektrolyte am Morgen

Elektrolyte am Morgen standen schon lange auf meiner „Wellness to try Liste“, seit ein paar Wochen setze ich es um und merke definitiv einen Unterschied. Ich habe morgens viel mehr Energie, fühle mich ausgeglichen und hydriert. Hierfür nutze ich dieses Elektrolyte Pulver ohne Zucker und trinke es morgens als allererstes (!) – noch vor meinem Kaffee.

Kollagen Kaffee

Ich habe ja schon seit letzten Sommer davon geschwärmt. Ich trinke einmal täglich meinen „Glow Coffee“ – einen Kaffee mit Kollagenpulver. Das löst sich super auf und schmeckt nach gar nichts. Kollagenpulver wird zur Unterstützung von Haut (Feuchtigkeit, Elastizität, Falten), Gelenken (Knorpel, Knochen, Sehnen), Haaren und Nägeln eingenommen, da die körpereigene Produktion mit dem Alter sinkt. 

Pilates und Muskeltraining kombinieren

Neu dabei, aber kein extra Aufwand. Ich habe in den letzten Jahren ja eher „sanft“ trainiert. Meine Workouts im Workout Club sind Pilates und Sculpt basiert und das bleibt auch so. Low Cortisol – also Cortisol freundliche Workouts sind immer noch das, woran ich glaube. Aber was wichtig ist – egal, ob mit Gewichten oder kleinem Equipment – die Muskeln müssen bis zur Erschöpfung trainiert werden, um einen Muskelwachstum (bzw. -erhalt) zu fördern. Ich werde jetzt nicht auf schwere Gewichte umsteigen, aber ich habe angefangen, meine Übungen schwerer zu machen. Unterschiedliches Equipment gleichzeitig einzusetzen. Eine Gewichtsweste während meiner Sculpt Session zu tragen. Alles, um meine Muskeln, die sich in den letzten Monaten schon sehr an meine bisherigen Workouts gewöhnt hatten, wieder anzuregen und zu fordern.

Magnesium

Magnesium nehme ich schon lange und bin fest überzeugt, dass es wichtig ist. Gerade die Menschen über 40 unterstützt Magnesium, indem es die Knochengesundheit fördert (und so das Osteoporoserisiko senkt), das Herz schützt (Blutdruck, Herzrhythmus), den Schlaf verbessert, Stress und Stimmung durch Neurotransmitter reguliert, den Blutzucker stabilisiert und die Muskelfunktion unterstützt (Krämpfe, Regeneration). Angesichts hormoneller Veränderungen (Wechseljahre) und häufigem Magnesiummangel in der Ernährung wird eine ausreichende Magnesiumzufuhr immer wichtiger für die allgemeine Vitalität und zur Vorbeugung altersbedingter Probleme wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kognitivem Abbau.

Green Juice Smoothie für die Verdauung

Schon über ein Jahr mein täglicher Begleiter und wenn ihr nur eine Sache von meiner Liste hier probiert, dass sollte es dieser Smoothie sein. Ich gebe hier Gurke, Spinat, Sellerie, Zitrone, Orange, Ingwer und Apfel oder Ananas mit Wasser in den Standmixer und bekomme einen Juice-Smoothie, den ich vormittags trinke. Er hilft mir bei meiner Verdauung, gegen meinen Blähbauch, gibt einen Glow und schon am Vormittag lauter Vitamine und Nährstoffe.

Chia Samen

Diese kleinen Wundersamen esse ich täglich. Entweder in meinem Chia Pudding, in irgendwelche Energy Balls eingerollt oder im Smoothie. Sie helfen dabei, die Verdauung zu fördern. Besitzen viele Ballaststoffe und Eiweiß.

Nach dem Essen ein kleiner Spaziergang

Manchmal gar nicht so einfach, unterzubringen. Gerade im Winter oder abends unter der Woche. Tisch abräumen, Kids warm einpacken und so weiter. Im Sommer und Herbst haben wir es jeden Abend als Familie gemacht. Nach dem Essen einmal um den „Pudding“. Das tat so gut. Ich habe mich danach immer viel leichter gefühlt. Die Verdauung wird angeregt. Und die frische Luft vor dem zu Bett gehen hat auch geholfen, die Bettroutine der Kids entspannter zu machen. Jetzt im Winter ist es bei uns leider unregelmäßig geworden, ich hoffe aber, dass wir es wieder jeden Abend machen, sobald es länger hell bleibt.

Alle 4-5 Stunden etwas essen

Mache ich schon immer, seitdem ich mich gesund und ausgewogen ernähre. Das hilft dabei, Heißhungerattacken zu vermeiden und lässt den Stoffwechsel brennen. Außerdem bleibt die Laune oben. Alle paar Stunden essen bedeutet ja nicht, jedes Mal eine riesige Mahlzeit. Zwei Energy Balls oder ein Apfel ist ausreichend für zwischendurch.

Warmes Abendessen

Früher haben wir abends oft eine riesige Schüssel Salat gegessen. Jetzt esse ich mittags meinen Salat und abends immer warm. Warme, nahrhafte Mahlzeiten zum Abendessen sind wohltuend, da sie das Nervensystem beruhigen, die Verdauung fördern, indem sie weniger Energie für die Verdauung benötigen, für einen stabilen Energiehaushalt sorgen und ein Gefühl von Geborgenheit und Stabilität vermitteln, insbesondere in den kälteren Monaten. Sie tragen dazu bei, dass man sich präsenter, ruhiger und genährt fühlt. Bei uns bestehen die Mahlzeiten oft aus langsam gegarten Speisen, Wurzelgemüse und Eintöpfen, die die innere Wärme unterstützen und die Körpersysteme stärken – im Gegensatz zu kalten, schnell zubereiteten Mahlzeiten, die die Verdauung belasten können.

Beine an die Wand am Abend

Mega! Probiert es aus. Meine Beine sind abends oft geschwollen. Ich lege mich dann für 5 Minuten auf den Boden an die Wand, Beine in die Luft. Das fördert die Zirkulation und hilft dabei, die Beine zu entspannen, eventuelle Schmerzen oder Druckgefühl gehen weg und die Beine sind danach wieder „normal“. Meistens machen die Kids auch mit und finden es total amüsant.

Warme Dusche und zum Schluss kalt abduschen

Wer hat schon Zeit für „Cold Plunges“? ich als Mama auf jeden Fall nicht. Mich hat das aber immer schon gereizt, die Vorteile kennen zu lernen. Sinn macht es meiner Meinung nach schon. Ich habe für mich eine Alternative entdeckt. Die Wechseldusche, die mit einer warmen Dusche beginnt und mit einer kalten endet, um die Durchblutung anzuregen, den Körper zu beleben, Entzündungen zu reduzieren und das Immunsystem zu stärken. Dies geschieht durch die schnelle Verengung und Erweiterung der Blutgefäße, wodurch diese trainiert werden, sich besser anzupassen. Die typische Methode besteht darin, mit warmem Wasser zu beginnen, dann abwechselnd heißes und kaltes Wasser zu verwenden (oft 3-4 Zyklen) und mit einem kurzen kalten Schwall abzuschließen, um sich wach und erfrischt zu fühlen.

Was sind eure Rituale, Gewohnheiten und Routinen, die ihr gerne aus 2025 mit ins neue Jahr nehmt oder die ihr neu testen werdet? Ich freue mich, von euch in den Kommentaren zu hören.

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